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Orthomolekulare Medizin PDF Drucken E-Mail
„Was auch immer der Vater einer Krankheit ist, die Mutter ist mit Sicherheit die falsche Ernährung!“ Hippokrates (430-370 v. Chr.)

Im historischen Verlauf waren es unter anderem auch die Klosterschulen (z.B. Hildegard von Bingen), die basierend auf der Erfahrungsheilkunde das Wissen um die Ernährung und die Wirkung von Kräutern vorantrieben. Der Gedanke, dass Ernährung eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit oder die Wiedererlangung unserer Gesundheit ist, stammt also nicht aus der Neuzeit.

Definition

Die Orthomolekulare Medizin (OM) beeinflußt durch gezielte, individuell dosierte Gabe von Stoffen, die normalerweise im Körper vorkommen - Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Enzyme, Aminosäuren usw. die Konzentrationen der im Körper vorkommenden Substanzen so, daß Krankheiten verhütet, gebessert oder geheilt werden und Wohlbefinden sowie Leistungsfähigkeit des Individuums optimiert werden.

Begriff

„Orthos“: richtig, korrekt

„Molekül“: kleinste funktionelle Einheit innerhalb der Biochemie

Es geht also um die Behandlung des Körpers mit körpereigenen Substanzen. Die moderne orthomolekulare Therapie wurde vor allem durch den 2-fachen Nobelpreisträger Linus C. Pauling (1901-1994) geprägt.

Vor allem in Zeiten mit erhöhtem Nährstoffbedarf ist die orthomolekulare Medizin unerlässlich (Bsp. bei chronischen Krankheiten, in Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Sport).

Die Qualität der Nährstoffe kann sehr unterschiedlich sein. In der orthomolekularen Medizin müssen sorgfältig auch die Zusammensetzungen und Hilfstoffe berücksichtigt werden. Somit kann es sein, dass ein billig hergestelltes Magnesium mit Geschmackstoffen, Bindemitteln, Konservierungsstoffen und Zusatzstoffen zum grössten Teil vom Darm gar nicht resorbiert wird. Auch sind die entsprechenden Salzzusammensetzungen der Stoffe sehr wichtig für die Resorption im Darm.

Mit Hilfe der Applied Kinesiology können solche Zusammenhänge sehr genau getestet und evaluiert werden. Idealerweise wird die AK-Testung bei schwierigen Fragestellungen immer auch mit einer Vollblutanalyse im Labor ergänzt. Leider bezahlen die Krankenkassen diese Laboruntersuchungen meistens nicht.